Psychoanalyse & Technik

Interdisziplinärer Workshop Mind and Emotion

Die Verständigung darüber, was den menschlichen Geist auszeichnet und charakterisiert, beschäftigt die Wissenschaft seit jeher. Das Projekt ARS (Artificial Recognition Systems) der TU Wien präsentiert erstmals an der Universität Wien ihr Modell der menschlichen Psyche, das auf der Basis psychoanalytischer und neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und informationstheoretischer Axiomatik entwickelt wurde. Gemeinsam mit Vertretern der Bildungswissenschaft werden daran anschließend unterschiedliche Zugänge zum Verhältnis von Emotion und Kognition kritisch diskutiert.

Im Zentrum des Workshops steht der Versuch einer vermittelnden Perspektive, ein interdisziplinärer Brückenschlag, mit dem Ziel, die Bedeutung von Emotion und Gefühl sowohl im Kontext geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschungsbemühungen als auch im Hinblick auf technologische Anwendungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Forschende, Lehrende und Studierende aller Fakultäten und möchte damit den disziplinübergreifenden Dialog über menschliches Denken, Fühlen, Entscheiden und Handeln befördern. Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei.

Zeit: Freitag, 28.11.2014, um 13 Uhr.
Ort: HS1; Sensengasse 3a, 1090 Wien;
Institut für Bildungswissenschaft
Um formlose Anmeldung wird gebeten: matthias.huber@univie.ac.at

LV Vernetzte Systeme

Die LV Vernetzte Systeme (SE 384.101, Prof. Dr. Dietmar Dietrich) bietet im WS 2014 die Möglichkeit einen Einblick in das Thema „Grundlagen der Informationstheorie“ bzgl. künstlicher Intelligenz zu bekommen. Weitere Informationen:
https://tiss.tuwien.ac.at/course/courseDetails.xhtml?windowId=264&courseNr=384101&semester=2014W

Overview

Conventional approaches in AI have not lead to artificial systems that are able to cope with complex tasks that are managed by humans. The Artificial Recognition System (ARS) approach develops a functional model of the human cognitive architecture by using a top-down design approach. The second topographical model of psychoanalysis is chosen as a framework to build a cognitive architecture, since (as opposed to behavior models) it is the only unitary cognitive theory of the human mind that considers top-down and functional aspects. Using a functional model, the ARS project follows a generative approach with the focus on describing functions that generate behavior instead of building a behavior model. The objective of this approach is to develop a broad human-like intelligent system that is able to cope with complex and dynamic problems rather than with narrowly and well-defined domains.

Einführung

Im Forschungsgebiet Psychoanalyse & Technik werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen wird das zentrale Nervensystem, dabei hervorgehoben der mentale Apparat (die Psyche) auf der Basis psychoanalytischer Modelle, simuliert, um sie für schwierige und komplexe Fälle in der künstlichen Intelligenz und somit für die Technik allgemein verwenden zu können. Zum anderen soll nachgewiesen werden, dass wir heute soweit sind, die Vorhersagen von Sigmund Freud zu erfüllen, dass die Psyche auf neuronale Ebene herunter gebrochen werden kann. Mit diesem zweiten Ziel können psychologische Theorien überprüft und in einem späteren Stadium vor allem kritische Punkte in der Psychoanalyse neu betrachtet werden.
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Medienauftritte

Im Zuge einer Ö1-Sendung am 19.3.2014 zum Thema der Kybernetik und deren Anwendung wurde das ARS Projekt des Instituts für Computertechnik vorgestellt. Die Sendung ist unter http://oe1.orf.at/programm/366264 7 Tage nach deren Ausstrahlung online hörbar. Die Vorstellung des ARS Projektes ist ab der 32.Minute zu hören.